1. Mobi-Update der Tumalwat-Aktionstage

1. Mobi-Update

+++scroll down for english+++

Die VV am 04. Juli im Mehringhof war mit ca. 80 Leuten und einem breiten Spektrum anwesender Gruppen recht gut besucht. Das Konzept, die geplante Infrastruktur und eine grobe inhaltliche Gliederung der Tage wurden vorgestellt. Einige Aktionsideen kamen aus dem Plenum und wir hoffen natürlich das noch einige weitere Dinge in euren Gruppen geplant werden. Inhaltlich ging es wenig kontrovers zu, es kam jedoch die Frage nach den Zielen und Warum zu den Aktionstagen auf. Wir finden diese Frage richtig und haben dazu bereits auch einiges diskutiert, es wird aber noch etwas dazu kommen um dies besser herauszustellen.
Das vollständige Protokoll befindet sich nun auch auf dem Blog[1]. Wir denken die Tage und das Thema sind gesetzt und freuen uns auf die Aktionstage.

Für Menschen die sich an der Mobi beteiligen wollen liegen (am 19. neu aufgefüllt 😉 ) Plakate und Sticker aus bei:
-Buchladen Schwarze Risse
-New York
-Infoladen Daneben
-Kiezhaus Agnes Reinhold

Wir freuen uns auch über weitere Aufrufe, Diskussionsbeiträge und Ankündigungen (insbesondere fürs Programm). Erreichbar sind wir unter (gerne verschlüsselt) tumalwat@riseup.net. Wer es lieber persönlich mag kann zur nächsten VV kommen oder sich an die Besetzen Sprechstunde[2] jeden Donnerstag von 18:00-20:00 Uhr in der Scherer 8 und jeden Mittwoch Abend an den Tresen der Rigaer94 wenden.

Der Kampf um die Stadt hat weder erst jetzt begonnen, noch wird er am 29. September enden, bis zu den Tagen selbst wird es noch ein wenig Programm zur Vorbereitung und Einstimmung geben, mehr dazu bald auf dem Blog.
Da der Wunsch nach einer weiteren VV aufkam, wird es am 14. August um 19:00 Uhr wieder im Mehringhof eine weitere VV geben. Bis dann, euer Tumalwat-Aktionstage Bündnis!

+++english+++

The Open Assembly on July the 4. at Mehringhof had a quite good attendance with around 80 people and different groups present. The concept, the planned infrastructure and a thematic structure for the days were introduced. Some ideas for actions were proposed in the assembly and we hope that you have some more things planned in your groups. Politically there was little controversy, but the question why do we make specifically action days and what are the goals came up. We think this is a good question and the participating groups will publish more about this.
The full protocoll of the assembly is now on our blog (sorry, only in german for now). We think that the action days and the topic are set and are looking forward to end of September.

For people who want to contribute to the mobilisation there are posters (we brought more on the 19.) and stickers at:
-Book Shop Schwarze Risse
-New York
-Infoladen Daneben
-Neigbourhood Center Agnes Reinhold

We also would enjoy other calls, discussion texts and announcements (especially for the programm). You can contact us by (encrypted is favoured) tumalwat@riseup.net. For people who like it face-2-face there is the next open assembly or you can reach out to Besetzen Sprechstunde at Scherer8 every Thursday from 6 to 8pm [2] and the Rigaer94 bar every wednesday.

The struggle for the city is not starting now and will neither end at the 29. of September. Till the action days there will be some programm for preparation and warmup, soon more on this on the blog. Upon the will of the assembly, there will be another open assembly at Mehringhof on August the 14. at 7pm. See you there, your Tumalwat preparation commitee!

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[1] https://tumalwat.noblogs.org/post/2019/07/19/protokoll-der-vv-vom-4-juli/
[2] https://besetzensprechstunde.noblogs.org/

Mobimaterial

Protokoll der VV vom 4. Juli

Protokoll VV Aktionstage am 4.7.2019

Tagesordnung:

Aktionstage
Infrastruktur
Akionsild
Fragen, Diskussion, Austausch, Vernetzung
Kontakt zu TuMalWat:

– Blog: tumalwat.noblogs.org
– tumalwat@riseup.net (PGP on blog)
– Info-Verteiler/Mailinglist. (Lag im Raum aus, zur nachträglichen Eintragung… (wird geklärt).


Aktionstage Vorstellung

26. bis 29. September in Berlin. Dezentrales Charakter.

Aktionstage sind Initiative zum Mitmachen. Es wird öffentliche Anlaufpunkte geben für Vernetzung und Aktionen. Es werden sowohl öffentliche und nicht-öffentliche Aktionen stattfinden. Neben (direkten) Aktionen sind auch noch Diskussionsrunden, Workshops, etc. erwünscht.

Frage: sind Journis im Raum? – Keine positive Rückmeldung. Konsens: keine Veröffentlichung in Mainstream-Presse

Infrastruktur

Schon da:
– Haupt-Anlaufpunkt (New Yorck) mit Küfa.
– Gesa-Support: Rote Hilfe
– Out of Action
– riot medic Strukturen angefragt

Noch gebraucht:
– Küfagruppen
– mobiler Gesa-Support
– Kinderbetreuung
– Schlafplatzorga (Ausmaß nicht genau bekannt)
– Plakatieren (Infos folgen)
– Fahrradvergabe
– Transpis malen (viele!)
– Infoticker (in linken Orten, Bars etc.)

Frage: Ist der Verteiler verschlüsselt? – Nein, Verteiler z.Z. nicht. Aber an die tumalwat-Adresse tumalwat@riseup.net kann immer verschlüsselt geschrieben werden. Auf dem Verteiler sind aber nicht alle Mailadressen einsichtig. Alle können alles lesen, aber nicht alle Mail-Adressen sehen und nicht alle etwas rüber schicken.

Aktionsbild

Verschiedene Formen von Widerstand sichtbar machen, versch. Formen der Praxis aufzuzeigen.
Inhaltliche, theoretische Beiträge sind genau so wie Aktionen gern gesehen.

Thementage:
– Donnerstag 26.9. – Reglementierung öffentlicher Raum, rassistische Kontrollen, Vertreibung von Obdachlosen.
– Freitag 27.9. – Start Up und Tourismus
– Samstag – Eigentum
-Sonntag – Tag der offenen Häuser und Projekten (explizit auch neu gebildete Hausprojekte/Gruppen)

Aktionen, die ihr selber machen wollt, können, müssen aber nicht öffentlich angekündigt werden und werden über unsere Struktur verteilt. Es gibt daneben auch die Möglichkeit, schon geplante Aktionen mitzumachen.

DISKUSSION – FRAGEN

Frage: ist eine Demo geplant? – z.Z. nicht, bzw. ein Rave geplant aber noch nicht fest. Freuen uns über Demos!

Potse will ws. am Samstag ziemlich breit aufgestellte Demo auf die Beine stellen.

Frage: Wird ein Konzert geplant?

Frage: Sollen Programmpunkte angemeldet bzw. staatlich erlaubt werden?
Frage: Gibt es Konsens zu nicht-verhandeln?

Die TMW Orga gibt keine Vorgabe zu Anmeldung oder nicht, bzw. Verhandlung oder nicht. Das ist den jeweiligen Menschen, die eine bestimmte Aktion machen, überlassen.

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Frage: Wie ist die Planung bis September gedacht?

Mindestens noch eine VV. Zusätzlich Info-Veranstaltungen zu einzelnen Aktionen. Alle können sich an die Aktions-/Orgaplanung beteiligen.

Für den Sonntag können viele ex-besetzte Häuser angesprochen werden um sie – als Hausbesetzungvergangenheit Berlins – wieder sichtbarer zu machen.

Es wurden schon Projekte angeschrieben, es gibt dazu nochmal eine Rückmeldung über den Verteiler.

Rückmeldung: I.welche ex-besetzte aber nicht politische Projekte müssen nicht unbedingt angesprochen werden.

Sie könnten durch eine aktive Ansprache vllt. auch wieder re-aktiviert werden.

Block 89 (Kohlfurter etc.) werden sich beteiligen.

Der TMW Aktionskreis freut sich über eigenständige Organisation! Die VV ist ein Ort zur Vernetzung. Er schickt aber gerne lose Ideen über den Verteiler.

Frage: gibt es gemeinsam organisierte, offene und große Ereignisse, um Externe einzubinden? Z.B. Konzert, Fahrradtour etc.?

Frage: gibt es eine Ausfall-Alternative zu Twitter, falls Accounts gesperrt werden?

Es wird ein Infoticker geben. Es wird dazu etwas vorbereitet, aber TMW-AK freut sich über technische Ideen/Beteiligung.
Dezentrale Infopunkte wären vorteilhaft. Aber unklar ob das gestemmt werden kann
Der Twitter soll vor allem für Retweeten von anderen Accounts genutzt werden
Es wird keine*n TMW Sprecher*in geben. Sondern dezentral.

Idee: Pirate-Radio (gab es während WBA-Action days, eine Frequenz wurde besetzt).

Vorschlag BuchtFürAlle: *Nicht im Protokoll“

Bedarf mehr Struktur, AGs hält sich eher im Grenzen.
Großer Bedarf nach noch 1er VV vor den Aktionstagen, wenig Bedarf nach noch einer zusätzlichen. Zeitpunkt für nächste VV Mitte/Ende August.

Erwartungen/Vorstellungen Aktionstage, Diskussionbedarf.
– #besetzen will mehr Beteiligung, große Aktion. Viele Leute in 1 Haus, sodass keine Strafanzeigen und nicht zu räumen!
– Satiredemo am Freitag
– Berliner Linie brechen. Hausbesetzung legitim machen.
– Einbeziehen von Fridays for Future (bzw. Ende Gelände?) – Extintion Rebellion macht an diesem Wochenende Klimastreik
– Mietstreik!
– es soll nicht nur um Besetzungen gehen
– Öffentlichkeit für bedrohte Projekte schaffen.
– Leute (aus einer älteren Szene) wieder aktivieren. – Leute außerhalb der Szene radikalisieren
– Kontinuität bzw. Langfristige Vernetzung für nach den TMW Tage schaffen. (mind. Eine VV danach).
– Berliner Obdachlosen e.V. nimmt teil, auch bürgerlicher ausgerichtet.
– Bezug zu Verhandlung L34
– L34 macht eine Demo am 14.9. – wird noch etwas planen, Dorfplatz-Bezug.
– Buchtfüralle: siehe oben

Frage: wie sieht es mit weiteren, breiteren Mobi aus?

TMW-AK freut sich über nicht-szenige Werbung für TMW von verschiedenen Inis (auch breiter vernetzte). Diese werden auch auf den Blog hochgeladen. Alle sind dazu angehalten, befreundete Projekte Kreise etc. anzusprechen.

Vorschlag: Vorfeld-TimeTable.

Frage: wird Pressearbeit gemacht?

Im Vorfeld wird TMW-AK minimal Presse betreuen. Es gibt Presse-Workshops wo Leute sich für eigene Pressearbeit vorbereiten können.

Die Idee, jetzt schon in Mainstream-Presse auf die TMW aufmerksam zu machen, findet Anklang.

Eine Presseeinladung wird verfasst, die jetzt schon verteilt/verschickt werden kann.

TMW-AK freut sich über Mobi-Aktionen, wo auf TMW hingewiesen wird.

Aufruf: Tu mal wat Aktionstage

You can find the english translation here.

10 Jahre Betongoldboom, 15 Jahre Privatisierung der städtischen Wohnungen, 20 Jahre Stopp beim sozialen Wohnungsbau, 29 Jahre Berliner Linie. Für die Mieter*innen heißt das: eine Dekade immenser Mietsteigerungen. Belastet werden wir aber nicht nur finanziell: Verdrängung macht Angst und belastet das Sozialleben. Während sich Berlin in eine glattgeschliffene Betonwüste verwandelt, erzeugen die Renditeerwartungen auf dem Wohnungsmarkt einen umfassenden Druck: Raus aus der Wohnung, raus aus dem Laden, raus aus dem Kiez, raus aus der Stadt. Dieses System hat einen Namen: Kapitalismus. Das Recht auf Eigentum an Grund und Boden entscheidet darüber, ob mensch sich diese Stadt noch leisten kann.

Doch finden wir zwischen Luxusbauten, Malls und privatisiertem Raum auch noch widerständige Orte und Momente. Gegen die Eigentumsverhältnisse wehren sich Mieter*innen und Bewohner*innen ganzer Häuserblocks, kleine Gewerbetreibende und soziale Zentren. Sie kämpfen nicht nur gegen ihre Verdrängung, sondern auch für eine Stadt von Unten, in der alle Menschen nicht nur Zugang zu Wohnraum haben, sondern ihren Lebensraum zusammen gestalten können. Einige der widerständigen Momente waren die Besetzungen im Frühjahr und Herbst vergangenen Jahres. Die Notwendigkeit von Besetzungen ist wieder in den politischen Diskurs gerückt und der Zusammenhalt in der Bevölkerung wächst.

Deswegen will ein Bündnis verschiedener Gruppen vom 26. bis 29. September mit den „Tu mal wat“-Aktionstagen die wohnungspolitischen Kämpfe weiter zuspitzen und ihre Vielfältigkeit aufzeigen. Die Aktionstage sollen öffentlich beworbene Veranstaltungen wie Diskussionsrunden, Workshops, Filmabende und Solipartys mit handfester Praxis zu kombinieren. Thematisch geht es um die Enteignung, die Aneignung, das Sich-Widersetzen und den Erhalt von Räumen und Orten in Theorie und Praxis.

Besetzungen können dabei ganz verschiedene Formen annehmen: Es gibt stille Besetzungen, die nicht öffentlich gemacht werden, und „laute“, öffentliche Besetzungen; in privatem oder öffentlichem Raum; in Leerstand oder Luxusbauten. Sie schaffen Räume, in denen es möglich ist, mit der Idee von kollektivem und gemeinschaftlichem Wohnen der zunehmenden Vereinzelung von Menschen entgegenzuwirken und stattdessen solidarische Strukturen aufzubauen und zu stärken.

Ein Ziel der Aktionstage ist, diese Vielfalt von Aktionsformen sichtbar zu machen. Auch bestehende Projekte und ihre Kämpfe, wie die Liebig34, die Potse, das Syndikat, die Meuterei und die Rigaer94, sollen Teil der Aktionstage sein.

Widersetzt Euch: Besetzt vom 26. bis 29. September Häuser, Wohnungen, Büros und öffentlichen Raum. Organisiert mit uns Veranstaltungen und Workshops. Kämpft für den Erhalt bedrohter Projekte und Wohnungen und für eine lebenswerte Stadt. Wir wollen uns diese Stadt praktisch aneignen. Dafür seid ihr alle gefragt.

Uns gehört die Stadt!

#besetzen
Hausprojektgruppe Großbeerenstr. 17a
Rigaer94
Liebig34
Meuterei
Potse
Padovicz WatchBlog
Syndikat
Bucht für Alle
Wagenplatz DieselA
Bündnis Zwangsräumung verhindern! – Berlin


Beteiligt euch an den Aktionstagen: Schickt uns eigene Aufrufe und Texte, die wir auf dem Blog veröffentlichen können. Organisiert eigene Veranstaltungen und Aktionen.

Kontakt: tumalwat@riseup.net
Unseren PGP-Schlüssel findet ihr hier.